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GÜ-Zeichen


Allgemein

  • GÜ-Zeichen sind keine Signale im Sinne der Richtlinie 301; sie dienen dem Triebfahrzeugführer als Information zur Beachtung einer Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung (GÜ), siehe ►Geschwindigkeitsprüfabschnitt (GPA).
  • Die auf dem Zeichen abgebildete schwarze Zahl (bspw. 35 = 35 km/h) gibt die Geschwindigkeit für einen ►signalgeführten Zug an, die nicht überschritten werden darf, wenn das davorgehende Vorsignal "Halt erwarten" (►Vr 0 bzw. ►Ks 2) ankündigt und damit das folgende Hauptsignal einen Haltbegriff (►Hp 0) anzeigt.
  • Wird die Geschwindigkeit im Prüfabschnitt der GÜ überschritten, so erfolgt aufgrund eines installierten 2.000 Hz Magneten eine ►PZB-Zwangsbremsung, die zum Stillstand des Zuges führt.
  • GÜ-Zeichen werden bspw. auf Prüfabschnitten des innerstädtischen Streckennetzes der S-Bahn München verwendet.


GÜ-Zeichen mit Prüfgeschwindigkeit als einzelne Zahl oder mit dem Zusatz "GÜ".


Gleismagneten der Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung (rot) und GÜ-Zeichen mit Prüfgeschwindigkeit "45 km/h" (weiß).



Aufstellung

GÜ-Zeichen werden i.d.R. rechts von ►Regelgleisen bzw. links von ►Gegengleisen in Höhe des 2.000 Hz Magneten aufgestellt. Sie sind an einem Pfahl, an dem sich meist auch der zugehörige Schaltkasten der GÜ befindet, befestigt.




Ist unmittelbar neben dem Gleis kein ausreichender Platz zur Aufstellung des Signals vorhanden, so können GÜ-Zeichen auch direkt im Gleiskörper - auf den Schwellen befestigt werden.




Wenn die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Gleis auf einer mehrgleisigen Strecke nicht eindeutig ist, kann das Zeichen zusätzlich durch einen schwarzen Richtungspfeil, der auf das zugehörige Gleis verweist, ergänzt sein.


Prüfgeschwindigkeit 45 km/h gilt auf einer mehrgleisigen Strecke für das Gleis links vom GÜ-Zeichen.