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Zughilfsfahrstraße / Hilfsfahrstraße

  • Fahrweg (Fahrstraße) einer Zugfahrt, für den eine Signalstellung nicht ausgeführt werden kann
  • Technische Sicherung wie bei Zugstraßen
  • Wird bspw. bei Gegengleisfahrt ohne eingerichteten Gleiswechselbetrieb erforderlich



Allgemein  [1]

Eine Zughilfsfahrstraße, auch Hilfsfahrstraße genannt, ist ein technisch gesicherter Fahrweg (Fahrstraße) für eine Zugfahrt, für den eine Signalstellung nicht ausgeführt werden kann, weil in dieser Relation keine Fahrstraße mit Zielsignal vorgehalten wird. Zughilfsfahrstraßen sind sicherungstechnisch wie Zugstraßen gesichert.



Verwendung von Zughilfsfahrstraßen

Die Einstellung einer Zughilfsfahrstraße kann erforderlich werden, wenn bspw. eine Zugfahrt in oder aus dem Gegengleis erfolgen soll, ohne das ein Gleiswechselbetrieb vorgesehen ist. Nach der Einstellung des Fahrweges durch die Start-/Zielbedienung werden zwar alle Fahrwegselemente richtig gestellt und verschlossen, jedoch lässt sich das Startsignal nicht auf Fahrt stellen, wodurch die Zustimmung zur Zugfahrt durch besonderen Auftrag (schriftlichen Befehl oder Zusatzsignal) an den Triebfahrzeugführer erfolgen muss.



Literaturquelle:
[1]  Walter Jonas, "Elektronische Stellwerke bedienen - Der Regelbetrieb", Bahn Fachverlag, 2. Auflage, 2014, Seite 138

[2]  Eisenbahn-Fachverlag, "Bahn-Praxis", Ausgabe 1/2003, Seite 12