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Relaisstellwerk (Gleisbildstellwerk / Spurplan-Drucktastenstellwerk)

  • Stellwerk, bei dem alle Abhängigkeiten durch Relaisstellungen bewirkt werden
  • Bedienung erfolgt per Drucktasten auf einer schematische Gleisbilddarstellung



Allgemein  [1]

Relaisstellwerke sind durch einen Fahrdienstleiter besetzte Stellwerke, bei denen die Abhängigkeit (siehe Signalabhägigkeit) der Fahrwegselemente über Relaisschaltungen hergestellt wird. Durch den Wegfall eines mechanischen Verschlussregisters können die Bedientasten und Meldeleuchten in einem schematischen Gleisbild angeordnet werden, wodurch diese Stellwerksbauform auch als Gleisbildstellwerk bezeichnet wird.

Eine Weiterentwicklung ist das (Spurplan-)Drucktastenstellwerk, welches auf einem Baukastenprinzip beruht. Die Bausteine sind Relaisgruppen, wobei jedem Element der
Gleisanlage einer Relaisgruppe zugeordnet ist. Drucktastenstellwerke sind eine heute noch immer häufig verwendete Stellwerksbauform, die jedoch zunehmend durch moderne Elektronische Stellwerke (ESTW) abgelöst werden.



Literaturquelle:

[1]  Jörn Pachl, "Systemtechnik des Schienenverkehrs - Bahnbetrieb planen, steuern und sichern", Springer Verlag, 7. Auflage, 2013, Seite 264

[2]  http://www5.in.tum.de/lehre/seminare/semsoft/unterlagen_02/eisenbahn/website/stellwerksgeschichte.html