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Gleiswechselbetrieb (GWB) 

  • Kann nur auf Strecken genutzt werden, die sicherungstechnisch für Zweirichtungsbetrieb ausgerüstet sind
  • Zugfahrten im Regel- und Gegengleis sind in beide Fahrtrichtungen gleichermaßen möglich (z.B. zur Beschleunigung der Betriebsabwicklung oder bei Bauarbeiten im Regelgleis)



Allgemein  [1]

Entgegen dem Konzept des richtungsbedingten Gleisbetriebs mit ►Regel- und ►Gegengleis, ermöglicht der Gleiswechselbetrieb ►Zugfahrten auf beiden Gleisen einer zweigleisigen ►freien Strecke in beide Fahrtrichtungen gleichermaßen (siehe auch ►Fahrordnung auf zweigleisigen Strecken). Die Strecke muss dazu für einen Zweirichtungsbetrieb sicherungstechnisch ausgerüstet sein. Das heisst, auch das Gegengleis muss entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung mit Haupt- und Vorsignalen ausgestattet sein.

Ein Signal ►Zs 6 - Gegengleisanzeiger am Hauptsignal, bspw. einer ►Überleitstelle, zeigt dem Triebfahrzeugführer auf einer Strecke mit Gleiswechselbetrieb an, das die Fahrt ins Gegengleis führt.

Der Gleiswechselbetrieb kann ständig oder vorübergehend eingerichtet sein. Ein vorübergehend eingerichteter Gleiswechselbetrieb wird in einer ►Betra angeordnet.



Literaturquelle:
[1]  Ril 408.0101A01, Seite 6 - gültig ab 13.12.2015