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Fahrordnung auf zweigleisigen Strecken

  • Auf zweigleisigen Strecken ist in der Regel rechts (im Regelgleis) zu fahren
  • Fahrten auf dem linken Gleis (im Gegengleis) sollen die Ausnahme sein, wenn die Strecke sicherungstechnisch nicht für einen Zweirichtungsbetrieb ausgestattet ist



Allgemein  [1][2]

Gemäß § 38 EBO haben ►Züge auf zweigleisigen Strecken der ►freien Strecke rechts zu fahren. Hiervon kann jedoch abgewichen werden:

 


Das ►Gleis, das entsprechend der gewöhnlichen Fahrtrichtung befahren wird, wird als ►Regelgleis (Rgl) bezeichnet. Zugfahrten entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung, auf dem linken Gleis, können wie bereits aufgeführt, unter Umständen und je nach sicherungstechnischer Ausstattung der Strecke, ausnahmsweise, bei Bauarbeiten im Regelgleis oder zur Beschleunigung der Betriebsabwicklung über das ►Gegengleis (Ggl) erfolgen.

Kann der Fahrbetrieb auf beiden Gleisen einer zweigleisigen Strecke gleichermaßen in beide Richtungen erfolgen, so wird vom Gleiswechselbetrieb gesprochen. Soll eine Gegengleisfahrt erfolgen, so wird diese dem ►Triebfahrzeugführer in der Regel durch ein Signal ►Zs 6 - Gegengleisanzeiger angezeigt.



Strecken mit Einrichtungsbetrieb  [1]

Auf zweigleisigen Strecken, die sicherungstechnisch nur für einen Einrichtungsbetrieb ausgerüstet sind, dürfen Zugfahrten entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung (im Gegengleis) ausschließlich im Ausnahmefall durchgeführt werden.



Strecken mit Zweirichtungsbetrieb  [1]

Auf zweigleisigen Strecken, die sicherungstechnisch für einen Zweirichtungsbetrieb ausgerüstet sind, dürfen Zugfahrten entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung (im Gegengleis) durchgeführt werden.



Literaturquelle:

[1]  Fachbuch "Systemtechnik des Schienenverkehrs", 7. Auflage, 2013, Seite 10-11

[2]  § 38 EBO