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Weiche

  • Gleiskonstruktion, die eine Überleitung auf ein anderes Gleis mit verstellbaren Schienenendstücken ermöglicht



Allgemein  [1]

Eine Weiche ist eine Gleiskonstruktion, die durch verstellbare Schienenendstücke (Weichenzungen genannt) eine Überleitung von einem Gleis auf ein anderes Gleis ohne Unterbrechung der Fahrt ermöglicht.



Befährt ein Schienenfahrzeug die Weiche von der Weichenzunge her, so wird diese "gegen die Spitze" befahren, vom Herzstück aus gesehen, wird sie "stumpf" befahren.

Die Abfolge von mehreren aufeinanderfolgenden Weichen innerhalb eines Fahrweges, wird als Weichenstraße bezeichnet.



Weichenkonstruktionen

Einfache Weiche


Außenbogenweiche (Y-Weiche)


Innenbogenweiche


Doppelweiche


Dreifachweiche


kein Bild


Einfache Kreuzungsweiche


Doppelte Kreuzungsweiche



Bei einer Gleiskonstruktion ohne bewegliche Schienenendstücke, die das niveaugleiche Überqueren eines quer verlaufenden Gleises ermöglicht, handelt es sich um eine höhengleiche Kreuzung.



Bestandteile einer Weiche

Eine Weiche besteht aus den folgenden Bestandteilen:

  • Weichenzungen
  • Backenschienen
  • Radlenker
  • Herzstück
  • Weichenschwellen
  • Weichenmotor bzw. Weichenstellvorrichtung
  • Weichenlaterne
  • Hebelgewicht



Weichenzungen

Die Weichenzungen sind verstellbare Teile einer Weiche (Schienenendstücke), über die das Umstellen einer Weiche mit Handkraft (ortsgestellt) oder Motorkraft (ferngestellt) erfolgt. Sie liegen dabei zwischen der rechten und der linken Backenschiene vor dem Herzstück. Weichenzungen führen einen Zug  je nach Lage in eine bestimmte Richtung.



Literaturquelle:
[1] 
Anita Hausmann, Dirk H. Enders, "Grundlagen des Bahnbetriebs", Bahn Fachverlag, 2. Auflage, 2007, S. 31