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Schienenbefestigung


Allgemein  [1]

Die Schienenbefestigung - mithilfe von Schienenbefestigungsmitteln (auch "Kleineisen" genannt) - dient der Fixierung der Bestandteile des ►Gleises.


(Foto: bahn-seminar.info)


Die Befestigung der ►Schienen erfolgt


Die Schienenbefestigung muss die Lastabtragungsfunktionen

  • Vertikalbelastungen, 
  • Längsbelastungen und 
  • Seitenbelastungen

übernehmen.



Schienenbefestigungsmittel (Kleineisen)  [1]

Da Schienenbefestigungsmittel starken Belastungen ausgesetzt sind, müssen sie hohen Anforderungen an Material und Konstruktion entsprechen.


(Abbildung: bahn-seminar.info)



Oberbau K  [3]

(Foto: bahn-seminar.info)


  • 1925 in Deutschland entwickelt
  • 1926 erstmals eingebaut
  • Hakenschrauben werden seitlich in schwalbenschwanzförmige Aussparung der Rippen geschoben und dienen dazu, mit Mutter und Federring die Klemmplatten von oben auf den Schienenfuß zu schrauben
  • Abhängig von der Belastung wird die Rippenplatte mit zwei oder vier Schwellenschrauben mit der Holz- oder Betonschwelle verbunden
  • In die Betonschwellen sind dafür Kunststoffdübel (früher Holzdübel) eingelassen
  • Bei Stahlschwellen wird eine spezielle Rippenplatte (Rippenunterlagsplatte) mit der Schwelle verschweißt
  • Um die Schiene solchermaßen auf einer Betonschwelle zu befestigen, werden 26 Kleinteile mit insgesamt 17,2 kg Stahl gebraucht


Oberbau KS  [3]

(Foto: bahn-seminar.info)


  • Weiterentwicklung des Oberbau K
  • Hier tritt an die Stelle von Klemmplatte und Federring eine Spannklemme
  • Zwischen Spannklemme und Mutter wird außerdem eine Unterlegscheibe eingebaut
  • 26 Kleinteile werden pro Befestigungspunkt benötigt
  • Die Hakenschraube hat einen eckigen Schaft, um das Verdrehen der Hakenschraube beim Verspannen zu verhindern, da die Spannklemme die Hakenschraube nicht daran hindert



Oberbau W  [4]

(Foto: bahn-seminar.info)


  • Zwischen einem solchen Plattenpaar steht dabei die Schiene auf einer 5 mm dicken Kunststoffzwischenlage direkt mit ihrer gesamten Fußbreite auf der Betonschwelle
  • Die Winkelführungsplatten und die sogenannten Epsilon-Spannklemmen sind mit je zwei Schwellenschrauben in die Kunststoffdübel der Schellen geschraubt
  • Die Schienen werden am Fuß durch die bei der Montage zusammengeschobenen Epsilon-Spannklemmen gehalten



Oberbau Hf  [2]

 (Foto: bahn-seminar.info)

 

  • Zur Befestigung werden hier Doppelspannnagel Dna4 verwendet
  • Eingesetzt wurde diese Schienenbefestigung auf der Moerser Kreisbahn, der DR und der DB
  • Diesen Oberbau gibt es auf Beton- und Holzschwellen



Literaturquelle:

[1]  Fachbuch "Handbuch Eisenbahninfrastruktur", 2. Auflage, 2013, Seite 58-59

[2]  gleisbau-welt.de/site/material/oberbauarten.html
[3]  de.wikipedia.org/wiki/Oberbau_K
[4]  de.wikipedia.org/wiki/Oberbau_W