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Blockstrecken für anzeige-geführte Züge

  • Gleisabschnitt, der nur durch ein Fahrzeug belegt werden darf
  • Nutzung nur für anzeigegeführte Züge (unter LZB oder ETCS ab Level 2)



Allgemein  [1]

Blockstrecken für anzeigegeführte Züge sind Gleisabschnitte, die jeweils nur durch einen Zug belegt werden dürfen. Diese Gleisabschnitte dienen Zügen, die durch ein linienförmiges Zugbeeinflussungsystem geführt werden.

Bei Neubaustrecken (NBS) auf denen zukünftig nur noch anzeigegeführt gefahren werden soll, wird in der Regel auf ortsfeste Signale verzichtet. Dadurch können Blockstrecken für anzeigegeführte Züge nur für Züge verwendet werden, die ausschließlich anzeigegeführt unter dem erforderlichen linienförmigen Zugbeeinflussungssystem LZB oder ETCS ab Level 2 verkehren.

Strecken, die dagegen sowohl von anzeige- als auch signalgeführten Zügen genutzt werden, verfügen in der Regel über herkömmliche Blockstrecken, die zusätzlich in Teilblöcke (Blockstrecken für anzeigegeführte Züge) unterteilt sind.



Signaltechnische Sicherung

Blockstrecken für anzeigegeführte Züge sind durch virtuelle Blockstellen begrenzt.

Diese sind wiederrum durch Blockkennzeichen bzw. auf ETCS-Strecken zusätzlich durch ETCS-Halt-Tafeln (Ne 14) sowie - wenn vorhanden - durch Hauptsignale, wie Blocksignale oder Selbsttätige Blocksignale an Blockstellen oder Einfahrsignale, Zwischensignale bzw. Ausfahrsignale an Bahnhöfen gesichert.



Erhöhung der Zugfolge

Blockstrecken für anzeigegeführte Züge verringern den Abstand zwischen hintereinander fahrenden Zügen gegenüber Blockstrecken für signalgeführte Züge gewaltig, wodurch eine Erhöhung der Zugfolge erreicht werden kann. D.h. es passen mehr Züge bei gleicher Zeit auf die Strecke.



Literaturquelle:

[1]  Ril 408.0101A01 Seite 3, "Blockstrecken" - gültig ab 13.12.2015

[2]  Ril 408.0101A01 Seite 1, "Anzeigegeführt" - gültig ab 13.12.2015