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Anschließender Weichenbereich (AWB)

  • Beginnt an dem Signal, ab dem die Fahrt zugelassen ist
  • Endet am folgenden Hauptsignal, am gewöhnlichen Halteplatz, am Ausfahrsignal oder hinter der letzten Weiche im Fahrweg
  • Ende des anschließenden Weichenbereichs wird in den Fahrplanunterlagen mit einem  ¥  (Yen-Zeichen) gekennzeichnet
  • Eine höhere Geschwindigkeit ist erst zugelassen, wenn der Zug den anschließenden Weichenbereich vollständig verlassen hat bzw. vollständig an einem Endesignal Zs 10 (DS 301) oder einem Signal Zs 3 mit höherer Geschwindigkeit vorbeigefahren ist



Allgemein  [1]

Der anschließende Weichenbereich, abgekürzt AWB, ist ein festgelegter Gleisabschnitt, den ein Zug bei der Ein- oder Ausfahrt sowie der Durchfahrt in einer Betriebsstelle durchquert. Er beginnt ab dem Signal, an dem die Fahrt zugelassen wird und für den eine andere (geringere) als die im Fahrplan zugelassene Geschwindigkeit gilt. Die im anschließenden Weichenbereich gültige Geschwindigkeit wird bspw. durch ein Hauptsignal in Fahrstellung Hp 2 (Langsamfahrt) und/oder durch ein Signal Zs 3 (Geschwindigkeitsanzeiger) angezeigt.

Ist am Ende eines anschließenden Weichenbereichs eine höhere Geschwindigkeit zugelassen, so darf die Geschwindigkeit erst dann erhöht werden, wenn der Zug den anschließenden Weichenbereich vollständig (mit der letzten Achse des letzten Wagens) verlassen hat. Ist stattdessen ein Betriebs- oder Regelhalt vorgesehen, so gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung bis zum Halt am gewöhnlichen Halteplatz.



Der anschließende Weichenbereich ist wie folgt begrenzt:

Anfang

Ende

Der Anfang liegt 


  • an dem Signal, ab dem die Fahrt zugelassen wird.

Das Ende liegt bei Fahrt auf


Einfahr- oder Zwischensignal




Ausfahrsignal


  • hinter der letzten Weiche im Fahrweg,
  • wenn keine Weiche vorhanden ist, am Ausfahrsignal,



Abzweigstellen, Überleitstellen und auf Anschlussstellen mit Hauptsignal


  • hinter der letzten Weiche im Fahrweg



Kennzeichnung im Fahrplan

Das Ende des anschließenden Weichenbereichs wird in den Fahrplanunterlagen mit einem ¥ (Yen-Zeichen) gekennzeichnet.


Elektronischer Buchfahrplan (EBuLa)



Literaturquelle:
[1]  Ril 301.0002 Abschn. 5 Abs. 1 und 2